Magisches Schreiben – überrasch dich selbst

Kennst du schon diesen spannenden Weg, dir selbst auf die Schliche zu kommen? Schreiben habe ich  schon lange für mich entdeckt: Über Tagebücher schreiben, Morgenseiten schreiben oder eben das magische Schreiben, dass ich dir heute vorstellen möchte.

Wir denken 60.000 bis 80.000 Gedanken täglich…

 72 % davon sind flüchtig , 25 % unnütz bis negativ und nur 3 % wirklich neu und hilfreich. Jede Menge, oder?  Sich ständig im Kreise drehen – das ist eine gute Beschreibung von dem, was zwischen unseren Ohren passiert.

Das Niederschreiben von Gedanken ist sowas wie eine kleine Bremse für das Gehirn. Meist schreiben wir nicht so schnell, wie wir denken. Wir bleiben länger bei einem Gedanken – bis er auf Papier sichtbar ist. So kann ein wenig Ruhe in unserem Oberstübchen einkehren. Außerdem hört uns keiner zu oder schaut auf das, was wir schreiben. So können wir den selbstgemachten Druck, schön und verständlich zu sprechen, beiseitelegen. Es wird ehrlicher und offener.

Beim Schreiben kann ein schöner Ort, gute Musik und angenehme Umgebung hilfreich sein. Muss aber nicht. Ich habe schon oft im Zug, am Bahnhof oder in Wartezimmern meine Gedanken aufgeschrieben – und die erstaunliche Wirkung damit erlebt.

Was du brauchst sind ein leeres Blatt Papier und einen Stift.

Ganz einfach: Du setzt den Stift auf das Papier und legst los…

…zum Beispiel mit dem Satz:

Ich weiß nicht was ich schreiben soll, lege aber halt mal los….

oder mit:

Mich interessiert, was ich eigentlich über….. denke.

oder mit:

Ich würde gerne wissen, wie ich mein Problem …… lösen werde.

Du setzt den Stift nicht ab, schreibst einfach die Worte auf, die gerade präsent sind. Ohne eigene Bewertung über die Satzstellung, Zeichensetzung und Inhalt.

Nach 10 Minuten hörst du auf…

…beendest den Satz und setzt den Stift ab. Durchatmen, Hände ausschütteln. Wenn du erholt bist, kommt der nächste Schritt.

Du überfliegst du deine Worte

und kreist 3 oder 4 Begriffe ein, die dir besonders auffallen. Nicht suchen, nicht nachdenken, einfach locker über den Text schauen. Lass deine Hand dorthin gehen, wo sie möchte – ja, das ist schon ein bisschen wie Magie.

Und jetzt: Lehn dich zurück und lass diese Begriffe auf dich wirken.

Jetzt passiert die große Magie. Manchmal leise, manchmal begleitet mit lautem Lachen, manchmal mit Melancholie. Manchmal mit: echt jetzt? Oder mit: Stimmt, so habe ich das noch nicht gesehen.

Mich überrascht es immer wieder, wie hilfreich diese Methode ist – für ein ruhigeres Gefühl in mir, dass sich ausbreitet. Manchmal steckt darin eine Antwort auf eine Frage, an der ich schon seit längerem rumkaue. Manchmal wundere ich mich über meine negativen Gedanken und stelle fest, dass es doch nicht soooo schlimm ist wie ich es mir im Kopf ausdenke. Und manchmal darf ich einfach nur über mich lachen…

📍Ich bin gespannt, was dieses magische Schreiben mit dir macht. Schreib mir gerne deine Erfahrungen damit an  mail@christabeckers.de

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